Eva Patricia Kesselring ist im Jahr 1985 in Berlin geboren. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in Porto Alegre, Südbrasilien, wo sie mit Musik, Kunst, der portugiesischen Sprache und brasilianischen Lebensart in Berührung kam. Ihre erste musikalische Bildung erhielt sie im klassischen Klavier- und Ballettunterricht, dem sie sich zwölf Jahre lang widmete.

 

Bereits während der Zeit am Gymnasium Bern-Neufeld - Schwerpunktfach Biologie und Chemie, Ergänzungsfach Kunst - setzte sie sich intensiv mit dem Musikschaffen und ihren verwandten Künsten auseinander. So war sie Teil des Auszeichnungen gewinnenden Schulchors des Gymnasiums und wurde mit Musik von Walther von der Vogelweide, über Messiaen und Bachchorälen bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Musik von Komponisten wie Jürg Wyttenbach und U.P. Schneider vertraut. Ihre Maturaarbeit schrieb sie im Fach Musik über Paul Hindemiths “Trauermusik” für Bratsche und Streichorchester. Sie analysierte die Musik und spielte den Orchesterpart auf dem Klavier. Gleichzeitig begann sie Kontrabass zu lernen.

Ihre Ausbildung zur professionellen Kontrabassistin führte sie nach Basel an die Musikakademie, an der sie 2011 den Studiengang Bachelor Jazz erfolgreich zum Abschluss brachte. 2017 begann Eva Kess den Masterstudiengang „Composition and Theory“ an der Hochschule der Künste Bern (HKB), welcher nun im Sommer 2019 zum Abschluss kommt und mit dem Projekt „Sternschnuppen“ in die Praxis übergeht.

Zu ihren engen Begleitern und musikalischen Mentoren zählen namhafte Persönlichkeiten Django Bates, Guillermo Klein, Patrice Moret, Colin Vallon, Bert Joris, Klaus Wagenleiter, Christoph Baumann, Frank Sikora, Xavier Dayer, Claire Roberts, Larry Grenadier, Bänz Oester, Ann Malcolm, Domenic Landolf, Lester Menezes und Julio Barretto.

Ebenso hat Eva Kess Erfahrungen aus zahlreichen Masterclasses in sechs verschiedenen Ländern vorzuweisen. Klingende Namen vereinen sich unter diesem impulsgebenden Ausbildungsformat: Joëlle Léandre, Itiberê Zwarg, Boško Petrovič, Jorge Rossy, Adrian Mears, Ben Street, Marc Turner, Peter Bernstein, Ben Monder, Michael Kanan, Louis Nash, Jim Black, Sidsel Enderson, William Parker, und John Hollenbeck.

 

Das Friedl Wald-Stipendium ermöglichte ihr 2011 einen Aufenthalt in New York, wo sie Unterricht bei Larry Grenadier und Matt Penman nahm. Da sie im Berlin der 1980er Jahre geboren wurde und den Kontakt zu Stadt und Szene aufrechterhält, ist ihr auch die interessante Geschichte und Gegenwart dieser multikulturellen Metropole bekannt.

Eva Kess veröffentlichte bereits drei eigene CD-Produktionen, zwei davon auf dem Label Unit Records. Unzählige Pressestimmen, CD-Rezensionen und Radiointerviews aus den Ländern Schweiz, Frankreich Deutschland und den USA, dokumentieren ihr noch junges und bereits erfolgreiches musikalisches Schaffen.    

 

The new CD *Sternschnuppen* is going to be released in February 2020 on Neuklang Records. A compositional project with string quartet and piano trio.